Umbau_Golfcabrio

Bei einer Urlaubsfahrt im Jahr 2004 mit meinem damaligen Alltags Golf 3, wurde mir klar das ich ein zweites Auto zum Schrauben brauchte. Der Golf war recht dezent gemacht und trieb mir doch an
vielen Löchern oder Absätzen die Schweißperlen auf die Stirn.
Außerdem störte mich die Tatsache das größere „Experimente“ aufgrund der täglichen Nutzung nicht möglich waren.
Ein Auto zum Schrauben was nur bei gutem Wetter mal aus der Garage kommt und einfach nur Spaß machen sollte. Da es mir das Golf 1 Cabrio schon immer angetan hatte, fiel die Wahl nicht schwer.
Knapp ein halbes Jahr später stöberte ich eher durch Zufall mal durch eines der größeren Verkaufsportale für Gebrauchtwagen im Internet als mir ein Interessantes Angebot auffiel.
Ein Golf 1 Cabrio mit relativ geringer Laufleistung zu einem akzeptablen Preis. Der Standort des Autos war nur etwa 70 Kilometer weg. Nach einem kurzen Anruf wurde das Auto noch am selben Tag besichtigt, gekauft und ein paar Tage später abgeholt.

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Das Cabrio wies ein paar optische und technische Mängel auf, das PVC- Dach hatte ein ca. 30cm großes Loch auf der Fahrerseite. Ein vorangegangener Frontschaden war mit Zubehörteilen repariert worden und Teile der Elektrik waren sehr verbastelt. Zum Schrauben aber eine gute Basis.
Nach knapp zwei Monaten „lagern“ in der Halle eines Bekannten begann das Projekt Golf 1.Ein neues Stoffdach wurde verbaut und dem 1,6er U-Kat eine Magermix- Anlage von Twintec spendiert um die Steuern zu halbieren.
Die Elektrik erhielt eine Überarbeitung
.

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Da das Auto schon beim Kauf eine Tieferlegung hatte bestand hier erstmal kein Handlungsbedarf. Doch schon kurz nach dem montieren der BCW- Felgen in 7,5 und 9 X 16 traten Probleme mit dem Fahrwerk auf der Beifahrerseite auf. Kurzerhand wurde es durch ein Gewindefahrwerk ersetzt was dem Golf eine noch geringere Bodenfreiheit bescherte aber auch Karosseriearbeiten nötig machte. So mussten die Radläufe gebörtelt und geweitet werden. Der Frontschaden wurde mit Originalteilen beseitigt.

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Nachdem das Äußere erstmal in Ordnung war ging es im Innenraum weiter. Der Instrumententräger bekam eine Lackschicht der Außenfarbe ab, die Beleuchtung der Instrumente wurde auf

Blau geändert und ein VW- Klappschlüssel angepasst.
Um auf Treffen nicht der Langeweile zu verfallen wurde ein Monitor in die Mittelkonsole eingearbeitet. Die für ein Cabrio eher unpraktischen Stoffsitze wurden mit pflegeleichtem Leder, passend zur Außenfarbe bezogen. Ein eher optischer Hifiausbau ebenfall in Leder zog in den engen Kofferraum ein.


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Eine Alarmanlage samt Zentralverriegelung sorgen für die größtmögliche Sicherheit der Einbauten. Die Löcher in der Heckklappe wurden verschlossen. Zum Öffnen kommt jetzt ein Stellmotor der Golf 4 Tankklappe zum Einsatz.




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Die Bequemlichkeit ebnete den Weg zu dem bis dahin größten Eingriff in die Technik des Golfs. Eine Servolenkung aus einem US- Export ersetzte samt Sicherheitslenksäule die bis dahin verbaute konventionelle Lenkung. Das ermöglichte den Einbau eines 28er Lenkrades.

 

 

 

 

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An der äußeren Erscheinung satt gesehen warf ich in der Saison 2008 die GFK RS- Front auf den Müll und verbaute eine Originalfront mit einer Golf 2 G60 Lippe. Das passte besser zum Rest des Autos.


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Der am Anfang erwähnte provisorische Kofferraumausbau flog ebenfalls auf den Müll. Eine extra angefertigte Subwooferkiste mit zwei Rockford Fosgate P2 übernahm das Zepter im Kofferraum.
Im Juli 2008 bekam ich dann einen gepflegten Motor angeboten und konnte es nicht lassen mich an den Umbau zu wagen.
Der 72PS Vergaser hatte mich zwar noch nie im Stich gelassen, gehörte aber auch nicht zu den Helden der Landstraße.

 

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Der 1,8l Einspritzer sollte aber nicht in seinem Serienzustand verbleiben. So wurden die Ansaugbrücke bearbeitet und Kanäle poliert und geweitet. Ein Fächerkrümmer und ein
200 Zellen Sportkat wurden verbaut. Dem Steuergerät wurde ein optimierter Chip verpasst und eine 272° Nockenwelle kümmert sich jetzt um die Ventile. Um die Straßenlage zu verbessern wird das Fahrwerk jetzt von Stabilisatoren unterstützt.



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Jetzt muss der Motor zum Saisonstart 2009 nur noch anspringen…
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... und er ist angesprungen. Der modifizierte " 2H" hat sich nicht lange bitten lassen und ist beim ersten Versuch zum Leben erwacht. Alle Befürchtungen den "ersten" Motorumbau nicht zum laufen zu bekommen, hatten sich damit aufgelöst.
Doch der Motorraum sollte nicht so bleiben, so bekamen einige Behälter und Abdeckungen eine Lackschicht der Außenfarbe ab.
Da die BCW- Felgen nicht mehr wirklich gut waren mussten spontan Neue her.
Keskin KT8 Felgen lassen das Cabrio jetzt viel frischer wirken.


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Um den Motorraum etwas aufgeräumter erscheinen zu lassen wurde noch eine Motorabdeckung aus einer der nachfolgenden Golfgenerationen angepasst und ebenfalls lackiert. Ein Chromgrill mit VW- Zeichen rundet die Optik an der Front ab.
Eigentlich war ich bis dahin mit der Optik des Autos schon recht zufrieden, doch an so mancher Stellen der Karosserie waren
die 21 Jahre nicht spurlos vorbei gegangen.



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Einige kleine Kratzer und Dellen sowie unterschiedliche Farbtöne von nachlackierungen störten mich zunehmend und auch die Teamkollegen bohrten des öfteren im Thema Lack. Also wurden kurzerhand alle Vorsätze den Golf im Winter mal nicht zu zerlegen über Bord geworfen und das Auto für eine Lackierung komplett demontiert. Blieb nur noch die schwierige Frage nach der richtigen Farbe.

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Auf der Motorshow in Essen erblickt ich dann ein Auto mit genau dem Farbton den ich so im Kopf hatte. Leider war die Farbnummer nicht so einfach heraus zu bekommen. Nach langer Suche war der vermeintliche Farbton dann doch gefunden und die ersten Teile des Autos wurden mit dem 3- Schichtlack überzogen. Doch schon nach kurzer Zeit kam die schockierende Ernüchterung. Die Farbe entsprach nicht wirklich der Vorlage und konnte in meinen Augen auf keinen Fall auf dem Auto bleiben. So fiel die Entscheidung den frischen Lack wieder anzuschleifen und mit einer anderen Farbe nochmals zu lackieren.

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Somit war natürlich auch der Start in die Saison 2010 in weite Ferne gerückt. Auch die Beschaffung etlicher Einzelteile die nach der Lackierung so nicht wieder ihren Platz am Cabrio einnehmen konnten zog sich noch in die Länge.
Das Ziel, den Golf in der ersten Juniwoche wieder auf die Straße zu bekommen gelang aber.
Wenn dafür auch einige Abende in der Garage nötig waren.



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Ein weiterer Punkt auf meiner Liste war die Umrüstung der Bremse. Zwar hatte ich beim Umbau auf den anderen Motor
auch die Bremsanlage auf innenbelüftete Scheiben aufgerüstet, war aber mit deren Verhalten nicht wirklich zufrieden.
Eine größere Bremsanlage musste her. So hatten im Winter 2010/2011 die Trommelbremsen auf der Hinterachse endgültig ausgedient. Eine Kombination von Scirocco 16V Scheiben hinten und einer Lucas 54 Bremse von einem Corrado G60 vorn sorgen jetzt für eine bessere Verzögerung. Passend zu den Komponenten wurde auch ein 22er Hauptbremszylinder und Bremsdruckregler für die Hinterachse verbaut um ein ungewolltes überbremsen der Hinterräder zu verhindern.

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An den "Lederbezügen" der Innenausstattung satt gesehen beauftragte ich schließlich noch einen Sattler mit der Anfertigung einer neuen Ausstattung. Die Vordersitze wurden durch Sportsitze von einem Corrado ersetzt und alles mit braunen Leder bezogen.